Aktuelle Filme

David Hockney

23. und 27. Mai | 20.30h

Regie: Phil Grabskys

David Hockney (*1937) gehört zu den Vätern der Pop-Art und zählt zu den bedeu-tendsten britischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Werke finden sich in den Kunst-Metropolen Paris, London oder New York ausgestellt und ziehen ein Millionenpublikum an. Auch mit über achtzig ist Hockney noch aktiv und bereit, sich auf digitale Gestaltungsmittel einzulassen. Phil Grabskys Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen von zwei spektakulären Ausstellungen in der "Royal Academy of Arts".

Photo de Famille

24. Mai | 20.30h

Regie: Cécilia Rouaud

Drei erwachsene Geschwister, jedes gefangen in seinen eigenen Problemen, sind sich fremd geworden. Auch die Eltern leben schon lange getrennt und tun nichts, um die familiären Bindungen zu festigen. Da stirbt der Grossvater, und man muss wohl oder übel zusammenkommen, zur Beerdigung natürlich, aber auch wegen der Frage, wie es mit der Grossmutter weitergehen soll. Cécilia Rouaud wirft einen mal melancholischen, mal humorvollen Blick auf die Familienbande, denen letztlich keiner entkommt.

Doubles Vies

25. Mai | 20.30h

Regie: Olivier Assayas

Alain leitet einen renommierten Pariser Verlag. Bisher hat er die Romane seines Freundes Léonard veröffentlicht, doch mit dem letzten Manuskript ist er unzufrieden: Zu sehr folgt die Handlung dem Leben des Schriftstellers und erlaubt verräterische Einblicke in dessen Umfeld. Ausserdem sollte Léonhard endlich auch den Sprung ins digitale Zeitalter wagen. Darüber kommt es zum Streit, und in den werden auch die Partnerinnen hineingezogen. Einmal mehr führt der Franzose Olivier Assayas (Sils Maria) durch die Welt der Kreativen, blickt ironisch auf deren Lebensentwürfe und auf die Krämpfe, in die sie sich vor dem Hintergrund des aktuellen kulturellen Umbruchs verstricken.

Les Dames

27. Mai | 18.00h

Regie: Stéphanie Chuat und Véronique Reymond

Sie haben die Sechzig überschritten, sind verwitwet, geschieden oder waren seit je her Single. Auf jedenfall stehen sie jetzt vor der Herausforderung, sich nicht ins Schneckenhaus zu verkriechen, sondern weiterhin aktiv auf andere zuzugehen, um ihre soziale Einbindung zu erhalten. Stéphanie Chuat und Véronique Reymond stellen fünf starke, lebenslustig Frauen vor, die sich nicht so leicht zum alten Eisen werfen lassen. Sogar die Liebe bleibt eine Option.

Fair Traders

28. Mai | 18.00h

Regie: Nino Jacusso

Drei Unternehmerpersönlichkeiten aus der Schweiz erproben neue Wege: Da gibt es einen Biohof, der sich gegen Food Waste engagiert, eine Textilproduktion mit Ange-stellten, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance hätten, und einen Importeur, der faire Preise für Baumwolle aus Indien bezahlt. Der bekannte Dokumentarist Nino Jacusso gibt diesen drei Projekten eine Plattform und zeigt damit eindrücklich auf, dass ein anderes Wirtschaften möglich wäre.

Gateways to New York

28. Mai | 20.30h

Regie: Martin Witz

1931 wurde die Washington Bridge fertiggestellt, mit der damals weltweit längsten Spannweite. Konstruiert hat sie – nebst anderen bedeutenden Hängebrücken – der Schweizer Ingenieur Othmar Ammann (1979-1965), der nach dem Studium in den USA sein Glück suchte. Dort stieg er rasch zum leitenden Angestellten eines renommierten Architekturbüros auf, setzte aber, als es um den Bau der Washington Bridge ging, seinen Job aufs Spiel und realisierte, allein auf sich gestellt, die eigene Vision. Der Dokumentarfilm von Martin Witz erinnert an eine eindrückliche Persönlichkeit, die hierzulande fast etwas in Vergessenheit geraten ist.