Aktuelle Filme

Girl

8. November | 18.00h

13. November | 20.30h

Regie: Lukas Dhont

Die 15-jährige Lara träumt davon, Ballerina zu werden. Sie hat sich auch bereits in einer Tanzschule in Brüssel eingeschrieben, doch da gibt es ein Problem: Sie steckt im Körper eines Jungen und ist nicht nur mit dem Stress der Ausbildung konfrontiert, sondern hat auch Hormonbehandlung und eine Operation vor sich. Ihr Umfeld stützt und trägt sie verständnisvoll, aber auch das nimmt nicht die Einsamkeit von ihr, das nagende Gefühl, irgendwie verquer und unpassend zu sein. Mit seinem Erstling legt der Belgier Lukas Dhont eine einfühlsame Studie zum Schicksal von Transgender-Menschen vor, die in Cannes 2018 mehrfach ausgezeichnet wurde.

Sir

8. und 12. NOV | 20.30h

Regie: Rohena Gera

Ratna hat Glück im Unglück, denn nach dem Tod ihres Mannes erhält sie eine Stelle in der Metropole Mumbai; damit entgeht sie der Diskriminierung, die Witwen auf dem Land droht. Ihr Hausherr, ein reicher Unternehmersohn, hat eine geplatzte Vermählung hinter sich und findet in seiner intelligenten Angestellten eine Gesprächspartnerin auf Augenhöhe. So ist Ratna bald mehr als eine Bedienstete, was allen Konventionen zuwiderläuft. Cinderella-Story aus dem modernen Indien, die dem Kitsch entgeht, weil sie nicht spart mit Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen.

Birds of passage

10. NOV | 20.30h

12. und 13. NOV | 18.00h

Regie: Ciro Guerra und Cristina Gallego

Kolumbien am Ende der sechziger Jahre. Angehörige des Wayuu-Stammes verkaufen Marihuana an Mitglieder des Friedenskorps, wodurch sie entdecken, dass sich durch Drogenhandel Geld machen lässt. Rasch wollen aber auch andere ihren Teil vom Kuchen abhaben und innerhalb der bisher friedlichen Gemeinschaft entbrennt ein brutaler Krieg. Ciro Guerra und Cristina Gallego erweitern das Genre des Mafia-Films um eine gänzlich neue Variante: Sie versetzen das organisierte Verbrechen in den Rahmen einer indigenen Kultur und zeigen dadurch, welche Entfremdung der Zusammenprall mit dem Westen nach sich zieht.

Werk ohne autor

14. NOV | 19.00h

Regie: Florian Henckel von Donnersmarck

Florian Henckel von Donnersmarck erzählt die Lebensgeschichte von Kurt Barnert. Dieser wächst auf unter dem Terror der Nazis, die den Vater mit Arbeitsverbot belegen und seine schizophrene Tante ihrem Euthanasie-Programm zuführen, zudem erlebt er die Bombenangriffe auf Dresden. In der DDR schliesslich entdeckt er sein Maltalent, setzt sich aber in die Bundesrepublik ab, wo er zu seinem eigenen Stil findet, mit dem er das Erlebte zu verarbeiten sucht. Angelehnt an die Biografie des Ma-lers Gerhard Richter bietet dieser Film eine deutsche Chronik der Kriegs- und Nachkriegszeit, deren forsche Darstellung des Grauens allerdings kontroverse Reaktionen ausgelöst hat.