Aktuelle Filme

The SENSE OF AN ENDING

21. MAR | 20.30h

Regie: Ritesh Batras

Geschichten erhalten ihren Sinn vom Ende her, und in gewisser Weise gilt das auch für das menschliche Leben. Deshalb neigen wir dazu, die eigene Erinnerung auf einen sauberen Erzählbogen zu trimmen. Das gilt auch für Tony Webster, den Protagonisten aus Ritesh Batras Romanverfilmung (Julian Barnes. Vom Ende einer Geschichte). Er ist um die sechzig, hat ein durchschnittlich-mittelmässiges Leben hinter sich und redet sich sein Verhältnis zu dieser Vita schön. Doch dann fällt ihm durch eine unerwartete Erbschaft das Tagebuch eines früh verstorbenen Jugendfreundes zu, und auf einmal ist er gezwungen, sich der eigenen Vergangenheit neu zu stellen.

David Hockney

22. UND 27. MAR | 18.00h

Regie: Phil Grabskys

David Hockney (*1937) gehört zu den Vätern der Pop-Art und zählt zu den bedeutendsten britischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Werke finden sich in den Kunst-Metropolen Paris, London oder New York ausgestellt und ziehen ein Millionenpublikum an. Auch mit über achtzig ist Hockney noch aktiv und bereit, sich auf digitale Gestaltungsmittel einzulassen. Phil Grabskys Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen von zwei spektakulären Ausstellungen in der "Royal Academy of Arts".

CLOSING TIME

22. MAR | 20.30h

Regie: Nicole Vögeli

An einer mehrspurigen Schnellstrasse führen Kuo und seine Frau Lin ein Restaurant, das nur nachts geöffnet ist. Hier – umbrandet vom Verkehr, vom Lärm und den Lichtern der Stadt – finden die Schlaflosen und Nachtschwärmer Taipehs Zuflucht und eine Schale warmen Reis. Nicole Vögeli erzählt allerdings keine Geschichte, ihr dokumentarischer Essay fühlt vielmehr den Puls der Metropole und versucht den Rhythmus wie das Rauschen der Nacht einzufangen.

The Wild Pear Tree

23., 25. und 26. MAR | 18.00h

Regie: Annie Gisler

Nach dem Abschluss seines Studiums kehrt Sinan aus Istanbul in sein Heimatdorf zurück. Dabei hat er ein fertiges Manuskript im Gepäck und träumt von literarischem Ruhm. Doch seine Ambitionen zerschellen rasch an der Wirklichkeit der Provinz, an den Schulden, die sein wettsüchtiger Vater angehäuft hat, ebenso an der Engstirnigkeit der örtlichen Entscheidungsträger. In seinem dreistündigen Epos entwirft Nuri Bilge Ceylan ein melancholisches Gesellschaftspanorama des ländlichen Anatolien. Dabei fügt er traumhaft schöne Bilder zu einem Szenario des Niedergangs, in dem sich traditionelle Bindungen mehr und mehr auflösen.