Aktuelle Filme

Utama

23. und 27. Juni 20:00h

Regie: Alejandro Loayza Grisi

Sisa und Virginio sind nicht mehr jung, das ganze Leben haben sie mit ihren Lamas auf dem trockenen Altoplano Boliviens verbracht. Doch jetzt bleibt der Regen immer länger aus, der Klimawandel bedroht ihre Existenz. Was sie aufrecht hält, ist die Liebe füreinander und die Bindung an die Traditionen der Quechua. In seinem fast dokumentarischen Film zeigt der Bolivianer Alejandro Loayza Grisi Menschen, die ihre Würde bewahren, auch wenn ihre Lebensgrundlage wegbricht.

Une Histoire Provisoire

24. Juni 20:00h

Regie: Romed Wyder

Sacha hat sich mit seiner Freundin verkracht und findet provisorisch Unterschlupf in der Wohnung der Grossmutter, die kürzlich ins Altersheim gezogen ist. Bald zieht auch die Iranerin Marjan ein, weil Sachas Schwester die Zimmer auf einer Airbnb-Plattform ausgeschrieben hat. Das passt nun gar nicht, schliesslich stecken beide in einer persönlichen Krise und haben einen Rückzugsort gesucht. Dann stösst auch noch eine hyperkommunikative Rucksacktouristin aus den USA dazu. In seinem hintergründigen Kammerspiel präsentiert der Genfer Romed Wyder eine Art Experimen-tallabor für menschliche Beziehungen.

Petrov's Flu

25. Juni und 1. Juli 20:00h

Regie: Kirill Serebrennikov

Eine Grippewelle hält Russland im Griff. Auch den Klempner Petrov samt Familie hat sie erfasst, so heftig, dass er in ein fiebriges Delirium abdriftet. In seinen Halluzinationen taumelt er zwi-schen Kindheitserinnerungen und grotesk verzerrten Alltagsszenen, dabei verliert er sich in ei-nem Wirbel postsowjetischer Befindlichkeiten. In seinem neusten Film rechnet Kirill Serebrennikov furios ab mit den Zuständen in seiner Heimat. Formal ist das äusserst wild und daher nicht leicht zu verdauen – aber schauderbar aktuell angesichts dessen, was in Putins Russland vorgeht.

Lynx

28. Juni 20:00h

Regie: Laurent Geslin

Sie gehören zu den seltensten Tierarten Europas und sind nur schwer zu fotografieren. Insgesamt zwölf Jahre lang hat Laurent Geslin Luchse beobachtet, erst mit der Foto-, dann mit der Videokamera. Das filmische Resultat ist die Geschichte einer Luchsfamilie, welche der Regisseur über zwei Jahre hinweg begleitet hat. Ins Bild kommen aber nicht nur die scheuen Raubkatzen, son-dern auch andere Arten, deren Existenz durch den Menschen gefährdet wird.

es Amours d'Anais

2. Juli 20:00h

Regie: Charline Bourgeois-Tacquet

Anais rennt – durch ihr Leben und auch durch ihre Liebschaften. Eine ungeheure Energie treibt die Mitdreissigerin um, erschwert es ihr aber auch, so etwas wie Halt oder Orientierung zu finden. Bis sie auf eine verwandte Seele trifft: ausgerechnet die Ehefrau ihres aktuellen Liebhabers. Der Spielfilm der Französin Charline Bourgeois-Tacquet balanciert geschickt zwischen Komödie und Drama, dabei erkundet er, was Liebe alles sein kann.